Dieser Artikel beschreibt Techniken, mit denen du die Qualität deiner gedruckten Poster maximieren kannst. Er geht auf die Feinheiten der Papierauswahl und Auflösungsfaktoren ein und gibt Einblicke in die von Gelato verwendeten Drucktechnologien.
Papierauswahl
Die Wahl des richtigen Papiers ist entscheidend, um den gewünschten Look und das passende Gefühl zu erzielen. Lass uns die Eigenschaften der verschiedenen Papiertypen anschauen:
Archivpapier
Bekannt für seine Langlebigkeit aufgrund des Verzichts auf Aufheller. Es zeigt einen natürlichen, leicht gelblichen Farbton, der Design einen wärmeren Ton verleihen kann – besonders sichtbar bei hellen Pastelltönen und neutralen Grautönen.
Mit 250 g/m² / 100 lb ist es die schwerste und voluminöseste Option.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Deckkraft begrenzt sein kann und die Textur variieren kann. Farben außerhalb des standardmäßigen CMYK-Bereichs, wie Neonfarben, werden automatisch in CMYK-Werte umgewandelt.
Premium Beschichtetes Papier
Dieses Papier liefert Drucke, die der Lebendigkeit deiner RGB-Vorschau sehr nahekommen und mit einer glatten Satinoberfläche überzeugen.
Ähnlich wie bei Archivpapier werden Neon- und außerhalb des Farbraums liegende Farben in CMYK umgewandelt.
Premium Unbeschichtetes Papier
Wenn du dich für dieses Papier entscheidest, können die Farben im Vergleich zu Beschichteten Optionen etwas weniger kräftig wirken, was zu einem matten Finish führt.
Wie bei den anderen Papiersorten werden Neonfarben und Farben außerhalb des Farbraums in CMYK umgewandelt.
Dateivorbereitung
Bevor du deinen Design für den Druck einsendest, stell sicher, dass deine Dateien diese Richtlinien erfüllen, um optimale Ergebnisse zu erzielen:
Auflösung: Ziele bei der endgültigen Druckgröße auf eine Mindestauflösung von 150 dpi ab, ideal sind 300 dpi für die schärfste Ausgabe.
Dateiformat und Farbraum: Für die genaueste Farbwiedergabe liefere Dateien im vorab konvertierten CMYK-Format PDF/X4 mit einem Ausgabekennzeichen "GRACoL2006_Coated1v2.icc".
RGB-Workflow: Wenn du in RGB arbeitest, versieh deine Bilddateien mit einem sRGB-Profil. Beim Export speichere sie als PDF/X4-Dateien mit einem Ausgabe-Intent "GRACoL2006_Coated1v2.icc", um die Farbtreue beizubehalten.
Drucktechnologien verstehen
Gelato nutzt je nach Größe deines Posters verschiedene Drucktechnologien:
Digitaldruck
Diese Methode wird für Poster kleiner als A3 eingesetzt und nutzt die HP‑Indigo‑Technologie, die für ihre hohe Qualität bekannt ist. Digitaldrucke zeichnen sich durch ein strukturiertes Raster mit 175 Linien pro Zoll aus und eignen sich hervorragend für gleichmäßige Vollflächen und scharfe Kanten.
Großformat-Tintenstrahldruck
Für Poster, die größer als B2 sind, nutzt Gelato die Canon-Colorado-Technologie. Dieses Inkjet-Druckverfahren verwendet ein Dither-Muster, typischerweise zwischen 720 und 1.200 Punkten pro Zoll, um weiche Verläufe und Abstufungen zu erzeugen. Mit einer breiteren Auswahl an Tinten – in der Regel sechs – kann diese Technologie einen größeren Farbraum wiedergeben als der Digitaldruck.
Gemischte Technologie
Poster mit einer Größe zwischen A3 und B2 können je nach Verfügbarkeit der Geräte an deinem lokalen Produktionsstandort entweder mit Digital- oder mit Inkjet-Technologie produziert werden.
Tinten-Glanzabweichung
Die Glanzwirkung deiner Drucke kann von der verwendeten Wide-Format-Inkjet-Technologie beeinflusst werden:
UV-gehärtete Öko-Solvent-Geräte
Mit dieser Technologie hergestellte Drucke weisen in der Regel einen ausgeprägteren Glanz auf, was zu einer glänzenderen Oberfläche führt.
Wasserbasierte Tinten-Technologie
Im Gegensatz zu UV-gehärteten Verfahren liefert die wasserbasierte Tintentechnologie oft ein weniger glänzendes, dezenteres Finish.
Einfluss des Substrats auf die Farbe
Die Wahl des Substrats – einfacher gesagt, des Papiertyps – wirkt sich entscheidend darauf aus, wie die gedruckten Farben am Ende wirken. Denk an das Substrat als die „fünfte Farbe“ im Druckprozess, die das Ergebnis subtil beeinflusst. Unten findest du visuelle Vergleiche, die zeigen, wie dasselbe Datei-Motiv auf unterschiedlichen Substraten unterschiedlich aussehen kann: Unbeschichtetes Papier (links), Archivpapier (Mitte) und Beschichtetes Papier (rechts).
Beispiele
Der Ton im rosa Oval: Beobachte, wie das Unbeschichtete zu einem deutlich blasseren Ergebnis mit einem engeren Tonumfang führt, verglichen mit Drucken auf Beschichtetem.
Hauttöne in den blauen Ovalen: Beachte die wärmeren Töne, die durch das Archivpapier entstehen – besonders bei den Hauttönen – im Vergleich zum beschichteten Papier. Diese Wärme ist auf die Eigenfarbe des Archivpapiers selbst zurückzuführen.
Feinpapier für lebendige Designs in Betracht ziehen
Wenn dein Design besonders lebendige Farben oder subtile Verläufe enthält, empfehlen wir dir, unsere Fine Art (Giclée)-Papieroptionen auszuprobieren. Diese wurden speziell entwickelt, um einen größeren Farbraum zu unterstützen, sodass sie eine präzisere und lebendigere Wiedergabe als Standard-Posterpapier ermöglichen. Du kannst hier mehr erfahren und Vergleichsbeispiele ansehen.
